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Trittsteine führen über einen ruhigen Fluss ans andere Ufer

Alles auf einmal? Oder in Schritten?

Die Statistik hat eine klare Antwort. Sie geht nur von einem Menschen aus, den es selten gibt.

Du hast entschieden, dass ein Teil des Geldes angelegt wird. Dann kommt die nächste Frage: alles auf einmal, oder in Schritten über ein, zwei Jahre?

Was die Statistik sagt

Rechnerisch ist alles auf einmal in den meisten Fällen besser. Der Grund ist simpel: Über lange Zeiträume steigen Märkte häufiger, als sie fallen. Wer wartet, ist im Schnitt länger nicht investiert und verpasst Rendite.

Das ist gut belegt, und das rechnet dir jeder vor, der es ernst meint.

Warum ich trotzdem oft zu Schritten rate

Weil die Rechnung von einem Anleger ausgeht, der jede Schwankung aushält. Den gibt es selten — und nach einem Erbfall noch seltener.

Stell dir vor, du legst 300.000 Euro an einem Dienstag an. Drei Wochen später stehen da 260.000. Rechnerisch ist nichts passiert, solange du nicht verkaufst. Nur: Verkaufen ist genau das, was Menschen in dieser Lage tun.

Dann dreht sich der statistische Vorteil ins Gegenteil. Die beste Strategie auf dem Papier ist wertlos, wenn du sie nicht durchhältst.

Es macht einen Unterschied, wessen Geld es war

Bei geerbtem Geld kommt etwas dazu, das bei eigenem fehlt. Ein Verlust auf eigenem Ersparten ärgert. Ein Verlust auf dem, was deine Mutter dreißig Jahre zusammengehalten hat, fühlt sich an wie ein Versagen ihr gegenüber.

Das ist menschlich. Und es gehört in die Entscheidung.

Wie ich es meistens mache

Ein Teil sofort, der Rest über zwölf bis vierundzwanzig Monate in gleichen Schritten. Nicht weil es die optimale Rechnung wäre — sondern weil es die Variante ist, die die meisten Menschen durchhalten.

Und Durchhalten schlägt Optimieren. Jedes Mal.

Wichtiger als diese Frage ist ohnehin die davor: Welcher Teil des Geldes soll überhaupt angelegt werden, und welcher ist für etwas anderes da? Wer das geklärt hat, für den ist der Rest fast schon Handwerk.

Du weißt nicht, ob du alles auf einmal anlegen sollst oder in Schritten?

Wie das bei dir aussieht, schauen wir uns gemeinsam an. In Ruhe und ohne dass danach was passieren muss.

Rund 60 Minuten. Du musst nichts vorbereiten, nichts entscheiden, und es folgt kein Anruf hinterher.

Matthias Hawe

Die ersten zwölf Wochen nach dem Erbe.

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