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Fallbeispiel – Von der Angst zur Zuversicht

Fallbeispiel

Von der Angst
zur Zuversicht

Wie eine junge Mutter lernte, dass finanzielle Klarheit nicht nur eine Frage der Zahlen ist – sondern der eigenen Stimme.

Name und persönliche Details wurden zum Schutz der Privatsphäre geändert.

Ausgangssituation

Kathrin, Ende 30, Architektin in Teilzeit, lebt mit ihrem Partner Jens und zwei kleinen Söhnen in einer Mietwohnung in München. Sie sind nicht verheiratet. Kathrin arbeitet seit der Geburt des ersten Kindes reduziert, Jens ist in Vollzeit angestellt – beide verdienen, aber die Einkommensschere ist groß. Jens trägt den größeren Teil der laufenden Kosten, aber bei größeren Anschaffungen für die Kinder greift Kathrin regelmäßig auf ihr eigenes Erspartes und die Unterstützung ihrer Eltern zurück.

Jens verwaltet ein sechsstelliges Depot, das er über Jahre selbst aufgebaut hat – Einzelaktien, ETFs, etwas Krypto. Er beschäftigt sich gerne damit, aber teilt kaum etwas davon mit Kathrin. Dazu kommen unterschiedliche Familientraditionen: In Kathrins Familie war Geld immer Gemeinschaftssache. In Jens’ Familie verwaltete der Vater allein – und die Mutter musste fragen.

Was Kathrin zu mir brachte, war nicht eine einzelne Finanzfrage. Es war ein wachsendes Gefühl der Überforderung: das Geld wird knapper, die Kinder werden teurer, die aktuelle Wohnung wird zu eng, und bei all dem hat sie das Gefühl, allein zu entscheiden – weil Jens sich dem Thema nicht stellen will.

Zwei Einkommen, getrennte Welten

Beide verdienen – aber Jens deutlich mehr. Trotzdem trägt Kathrin die Kinderkosten, aus eigenem Vermögen und mit Hilfe ihrer Eltern.

Sein Depot, ihre Unsichtbarkeit

Jens hat ein sechsstelliges Depot aufgebaut, das er allein verwaltet. Kathrin weiß kaum, was darin steckt – geschweige denn, ob es zur gemeinsamen Zukunft passt.

Zu eng, aber keine gemeinsame Sprache

Die Wohnung wird zu klein, eine größere muss her – aber Kathrin und Jens haben völlig unterschiedliche Vorstellungen von Geld und Verantwortung.

„Manchmal habe ich das Gefühl, alles wird enger – die Wohnung, das Budget, der Spielraum. Und dabei verdienen wir doch beide. Irgendwas passt da nicht zusammen.“

Was Kathrin wirklich suchte, war nicht ein Anlageprodukt. Es war die Erlaubnis, laut auszusprechen, was nicht funktionierte. Und jemand, der ihr zeigte, dass es Wege gibt – auch wenn Jens sie noch nicht sehen konnte.

Was bedeutet „gutes Leben“ für Kathrin? Urlaub mit den Kindern. Hobbys ermöglichen, ohne jeden Cent umzudrehen. Nicht mehr bei den Eltern anklopfen müssen, wenn die Winterschuhe fällig sind. Kein Luxus – aber ein Leben, das sich nicht permanent nach Enge anfühlt.

Phase 1

Verstehen, woher die Angst kommt

Bevor wir eine einzige Zahl anfassten, sprachen wir über Kathrins Verhältnis zu Geld. Im Risikofragebogen – einem wissenschaftlich fundierten, psychometrischen Test – zeigte sich ein bemerkenswertes Bild: Kathrins Risikobereitschaft lag niedriger als 98 Prozent aller Ergebnisse. Nicht weil sie ein ängstlicher Mensch wäre. Sondern weil sie gelernt hatte, Angst zu haben.

„Mein Vater kommt aus einfachen Verhältnissen und hat sich alles selbst aufgebaut. Bloß kein Risiko. Als ich ihm erzählt habe, dass ich mit einem Finanzplaner arbeite, hat er gleich gesagt: Pass bloß auf.“

Kathrin erkannte im Gespräch selbst, dass ihre extreme Vorsicht nicht ihre eigene war – sondern die ihres Vaters. Und die seines Vaters davor. Ihr Bruder, ein erfolgreicher Anwalt ohne jede Geldsorge, hat dieselben Existenzängste. „Manchmal denke ich, ich rutsche ab und lande in der Gosse“, hatte er ihr gesagt. Beide wussten: Das ist irrational. Aber es saß tief.

Der entscheidende Moment

Als ich Kathrin fragte: „Wie kannst du verhindern, dass du diese Angst an deine Söhne weitergibst?“ hielt sie inne. Dann sagte sie: „Genau deshalb mache ich das hier.“

Phase 2

Das große Bild – Ruhestand und Realität

Im nächsten Schritt erstellten wir eine vollständige Ruhestandsprojektion. Kathrin hatte rund 420.000 Euro geerbt – verteilt auf zwei Bankkonten, seit Jahren nicht angefasst. Keine Ersparnisse aus eigenem Einkommen. Das Erbe lag einfach da, weil sie Angst hatte, eine falsche Entscheidung zu treffen. Dazu zahlte sie freiwillig 230 Euro monatlich in ihr Versorgungswerk ein.

Die Projektion zeigte zwei Dinge. Erstens: Mit der richtigen Anlage und einer realistischen Renditeerwartung kann Kathrin eine solide Altersvorsorge aufbauen – auch ohne Haus, auch bei Teilzeit. Zweitens: Wenn sie ihr Geld weiterhin auf Giro- und Tagesgeldkonten liegen lässt, verliert sie real an Kaufkraft. Die Inflation frisst still und leise das auf, was sie aus Angst nicht investiert.

„Ich war immer der Typ: erstmal nichts verlieren. Aber jetzt verstehe ich, dass Nichtstun auch ein Risiko ist.“

💰

Sicherheitsreserve

Auf zwei Tagesgeldkonten bei Banken mit höchster Bonität – je unter der Einlagensicherungsgrenze.

🏢

Wohnsituation-Topf

Für eine mögliche größere Wohnung – sicher geparkt, aber getrennt vom Langfristvermögen.

📈

Langfristige Altersvorsorge

185.000 Euro in einem breit gestreuten, prognosefreien Portfolio aus über 10.000 Unternehmen weltweit.

Phase 3

Die Investmentphilosophie – vom Säbelzahntiger zum Windrad

Kathrin hatte noch nie in Aktien investiert. Ihr Vater hatte ihr jahrelang gesagt, sie solle „Finanztipp lesen und selbst machen“. Ihre einzige Erfahrung mit Finanzberatung war ein Bekannter ihres Bruders, der ihr eine private Krankenversicherung angedreht hatte, die überhaupt nicht zu ihr passte.

Wir sprachen ausführlich über die Grundlagen: Warum Marktpreise funktionieren. Warum aktive Fondsmanager in weniger als 18 Prozent der Fälle den Markt schlagen. Warum man nicht klüger ist als 604 Milliarden Euro täglich gehandeltes Volumen. Und warum unser Steinzeithirn, das uns vor dem Säbelzahntiger gerettet hat, uns an der Börse in die Irre führt.

50 % Aktien

Breit gestreut, global diversifiziert – passend zu Kathrins aktueller Risikobereitschaft.

50 % Anleihen

Mit der klaren Vereinbarung, dass wir das im Laufe der Jahre gemeinsam anpassen können, wenn sie Erfahrung sammelt.

„Ich brauche jemanden, der mir das so aufbereitet, dass ich es wirklich verstehe. Und der mir ehrlich sagt, was er tun würde.“

Die erste Bewährungsprobe

Als wenige Wochen nach dem Start die Märkte durch Trumps Zollpolitik um zehn Prozent einbrachen, rief Kathrin an. Nicht in Panik – sondern mit einer Frage: „Mein Vater hat mir einen Artikel geschickt. Wie soll ich das einordnen?“ Wir sprachen es durch. Sie blieb investiert. Drei Monate später war ihr Portfolio deutlich im Plus.

Phase 4

Die Partnerschaftsdynamik – verschiedene Welten

Das eigentliche Herzstück dieser Beratung war nicht die Anlage. Es war die Beziehung.

Kathrin und Jens hatten völlig unterschiedliche Finanzkulturen. Kathrin wuchs auf mit „das Geld gehört uns allen“. Jens wuchs auf mit „der Vater entscheidet allein“. Kathrin wollte Transparenz, gemeinsame Töpfe, gemeinsame Verantwortung. Jens verwaltete sein Depot allein – ohne Kathrin einzubeziehen – während die Familie rechnen musste, ob der Sommerurlaub drin ist.

„Er hat ein Depot im sechsstelligen Bereich, aber ich muss meine Eltern fragen, ob sie die Winterschuhe für die Kinder bezahlen. Da stimmt doch was nicht.“

In unseren Gesprächen wurde sichtbar, was Kathrin längst spürte, aber nie so klar formuliert hatte: Jens’ Festhalten an seiner alleinigen Kontrolle über die Finanzen war keine rationale Entscheidung. Es war ein Muster – das gleiche, das sein Vater ihm vorgelebt hatte.

Kathrin erkannte auch ihre eigene Rolle: Sie hatte jahrelang die Kosten übernommen, um Konflikte zu vermeiden. Hatte ihr Erspartes angezapft. Hatte ihre Eltern um Hilfe gebeten, statt mit Jens die unbequeme Wahrheit zu besprechen.

„Es hat eigentlich nie richtig funktioniert. Ich habe immer gesagt, meine Eltern helfen aus. Aber das kann ja nicht ewig so gehen.“

Gespräch mit Jens

Auf Kathrins Wunsch führte ich ein separates Gespräch mit Jens – ohne sie, damit er sich frei fühlen konnte. Wir schauten gemeinsam auf sein Depot und rechneten durch: Selbst wenn er einen Teil des Vermögens in einen gemeinsamen Topf überführen würde, wäre seine Versorgung im Alter mehr als gesichert. Diese Zahl zu sehen, hat etwas verändert.

Phase 5

Die Wende – eigene Entscheidungen treffen

Parallel zu all dem stellte sich eine grundlegende Frage: Muss es eine größere Wohnung sein – oder geht es eigentlich um etwas anderes? Kathrin hatte lange geglaubt, dass mehr Platz die Lösung wäre. Aber im Laufe unserer Zusammenarbeit erkannte sie: Das Engegefühl war nicht nur räumlich. Es war finanziell und emotional.

„Ich habe immer gedacht, wenn wir nur eine größere Wohnung hätten, wäre alles besser. Aber vielleicht muss sich etwas anderes ändern.“

Wir rechneten verschiedene Szenarien durch: größere Mietwohnung, Eigentum, oder bleiben und das Vermögen langfristig anlegen. Das Ergebnis überraschte sie: Selbst ohne Immobilie könnte sie sich im Ruhestand eine großzügige Wohnung leisten und hätte zusätzlich über 2.500 Euro monatliche Einkünfte aus ihrem Vermögen. Die Rechnung nahm ihr den Druck.

„Das beruhigt mich wirklich. Ich dachte immer, ohne Eigentum geht es nicht. Aber vielleicht ist das auch nur etwas, das ich von meinen Eltern übernommen habe.“

Das Ergebnis

Eigene Altersvorsorge

185.000 Euro in einem breit gestreuten, prognosefreien Portfolio – passend zur Risikobereitschaft, mit Raum zum Wachsen.

🔎

Finanzielle Eigenständigkeit

Erstmals ein klares Bild, was Kathrin allein braucht, was die Familie braucht – und was davon realistisch ist.

🛡

Gemeinsame Sprache

Der Grundstein für eine gemeinsame Finanzplanung als Paar – mit dem Ziel, dass Jens sein Depot nicht allein verwaltet, sondern als gemeinsames Projekt.

Struktur statt Chaos

Das geerbte Vermögen ist nicht mehr auf zwei Bankkonten geparkt, sondern in drei klare Töpfe aufgeteilt: Sicherheitsreserve, Wohnsituation und langfristige Altersvorsorge.

Angstmuster durchbrochen

Kathrin versteht jetzt, dass ihre extreme Vorsicht nicht ihre eigene war – sondern die ihres Vaters. Und dass Nichtstun auch ein Risiko ist.

Kinderdepots optimiert

Höhere Aktienquote bei langem Anlagehorizont – das Geld der Kinder arbeitet jetzt mit, statt auf einem Sparkonto zu liegen.

Gemeinsamer Weg als Paar

Die Partnerschaftsdynamik ist sichtbar geworden. Jens hat zum ersten Mal seine Zahlen geteilt. Der Anfang eines gemeinsamen Wegs.

„Ich bin so froh, dass ich jetzt einen Überblick bekomme und weiß, was wo wie zu tun ist. Ich hatte einfach keine Strategie – ich war so lost. Und jetzt habe ich das Gefühl, ich werde gesehen.“

– Kathrin, nach Abschluss des Beratungsprozesses

Nicht Produkte. Sondern eine Stimme.

Bei Kathrin war der größte Mehrwert nicht die Anlage. Es war die Erkenntnis, dass sie eine Stimme hat – auch in Finanzfragen. Dass sie Entscheidungen treffen darf, die von ihren Eltern abweichen. Und dass finanzielle Klarheit nicht bedeutet, keine Angst mehr zu haben. Sondern trotzdem zu handeln.

Eure Situation ist anders. Euer Plan auch.

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